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Der Kavalier der späten Stunde.
Empfohlen von Jessica Plaumann, Projektleiterin Emtrex Group.

Amazon Rezension "Der Kavalier der späten Stunde."
Commissario Montalbano hat ein Problem: Der neue, teure Pullover, den seine Freundin Livia ihm geschenkt hat, segelt wie von bösen Geistern besessen davon und landet im Schmutz. Bei einer eiligst eingeleiteten Waschaktion schrumpft das gute Stück schließlich auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe zusammen. Wie kann er ihr das nur gestehen? Und ausgerechnet jetzt soll er sich mit einem Betrüger beschäftigen, der zahllose Sizilaner um ihre Ersparnisse gebracht hat! Eigentlich hat sein Kollege Augello den Fall übernommen. Aber zwei Dinge bringen Montalbano dazu, sich einzumischen: Die Befürchtung, dass sich der Betrüger auch die Erspanisse seines Schützlings François unter den Nagel gerissen haben könnte, und die Vorwürfe des Polizeipräsidenten, er habe sich bei früheren Ermittlungen ungebührlich verhalten. Der Commissario ist sauer und lässt das seine Kollegen spüren. Und nicht einmal der ganzen kulinarischen Vielfalt Siziliens will es gelingen, seine Laune zu bessern. Mit Der Kavalier der späten Stunde haben es die Abenteuer um den barbäßigen Feinschmecker Montalbano bereits auf acht Bände gebracht, von Ermüdungserscheinungen ist jedoch nichts zu spüren. Allenfalls ließe sich feststellen, dass er bei der Erwähnung des Wortes Hochzeit aus Livias Munde nicht mehr ganz so heftig zusammenzuckt, aber das könnte auch ein Irrtum sein. Camilleri schreibt so elegant und einfallsreich wie eh und je, und zum Menschenfreund hat er seinen Commissario glücklicherweise auch noch nicht gemacht. Ein Festmahl! --Hannes Riffel
Kurzbeschreibung "Der Kavalier der späten Stunde."
Ist es nicht schön, wenn man sich in unserer schnelllebigen Welt auf gewisse existentielle Dinge verlassen kann? So bleibt Montalbano auch in diesem Roman unverkennbar Montalbano: ein bisschen melancholisch (sein sarazenischer Olivenbaum musste einem Neubau weichen), ein bisschen chaotisch (seine Verlobte Livia hat sich angekündigt, und - verdammt - wo ist bloß der Pullover, den sie ihm geschenkt hat), ein bisschen respektlos (Vicecommissario Mim Augello will doch nicht wirklich heiraten!) und mit der üblichen Spürnase ausgerüstet, denn er wittert ein Kapitalverbrechen, wo alles auf einen simplen Betrug hindeutet. Emanuele Gargano: um die vierzig Jahre alt, groß, elegant und so ungemein gutaussehend, dass er einem amerikanischen Film entsprungen scheint, lebt von seinem Ruf als genialer Spekulant in Finanzangelegenheiten. Nachdem beinahe die gesamte Bevölkerung der Provinz Montelusa ihm ihre Ersparnisse anvertraut hat, ist er plötzlich nicht mehr auffindbar. Der sogenannt e "Finanzmagier" ist samt dem Geld spurlos verschwunden und auf einmal der meistgehasste Mann südlich von Neapel. Die Sache scheint zunächst eindeutig, doch mit fortschreitenden Ermittlungen der Polizei von Vigata kommen Dinge ans Tageslicht, die auf ein viel komplexeres Verbrechen hinweisen. So lassen die sterblichen Überreste von Garganos Assistenten Giacomo darauf schließen, dass dieser nicht auf Geschäftsreise in Deutschland ist, sondern auf dem Weg ins Jenseits - und zwar im Wagen seines Chefs, in dem er auf dem Grund des Meeres gefunden wird. Ein Zufall ist das wohl nicht, zumal Gargano von seinem Mitarbeiter offensichtlich erpresst wurde. Oder wollte er sich so nur eines lästigen Liebhabers entledigen? Denn dass Gargano ausschließlich dem männlichen Geschlecht zugetan ist, weiß inzwischen jeder. Jeder, bis auf eine: Mariastella Cosentino, Garganos Sekretärin, die ihren Chef über alles liebt und ihm bis zum Schluss die Treue hält. Sie gewährt ihm Unterschlupf, als i hm der Boden unter den Füßen brennt. Doch nun möchte sie ihn nicht mehr hergeben. Und so findet Montalbano ihn in ihrem Schlafzimmer - mit einem Einschussloch in der Brust, in Folie verpackt und mit Klebeband umwickelt
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